Wie finde ich die richtige Hundeschule ?
Ich persönlich finde es unerlässlich, mit dem Welpen in eine Hundeschule zu gehen, auch wenn man bereits einen oder mehrere Hunde hat oder hatte. Hier wird dem Besitzer vermittelt, wie er seinen Welpen zu einem Hund erziehen kann, mit dem er immer und überall gern gesehen ist. Ein Beardiekind ist dabei ein kleiner Hund wie alle anderen, welchem der richtige Weg gewiesen werden muss, aber auf jeden Fall mit einem der Rasse entsprechenden Verständnis.
Die Welpenstunde bietet dem kleinen Familienzuwachs die Möglichkeit mit anderen gleichaltrigen Artgenossen zu spielen, hat er doch bis jetzt in seinem Geschwisterrudel gelebt und gespielt. Nun ist er plötzlich unter Menschen und kann seine alten Spiele mit keinem mehr spielen, auch wenn der neue Besitzer sich noch so große Mühe gibt, diese für das Verhalten des Hundes zu seinen Artgenossen wichtigen Spiele und die damit verbundenen Erfahrungen kann er durch nichts ersetzen.
Bei der Wahl dieses Welpenkurses sollte man darauf achten, dass es nicht zu viele Welpen in einer Gruppe sein sollten, 6 bis 8 Welpen sind okay. Es sollte sich nicht um eine reine Spielgruppe handeln, es sollten Übungen zur Unterordnung, zur Bindungsbesserung zwischen Mensch und Hund sowie Beratung der Welpenbesitzer z.B. über Ernährung, Krankheiten und Erziehung erfolgen. Auch sollten die Kleinen an Alltagssituationen herangeführt werden, z.B. gemeinsamer Besuch eines Wochenmarktes, einer Gaststätte oder einer Kindergruppe.
Die Hundeschule sollte keinesfalls auf Erziehungshilfen wie Stachelhalsbänder, Würger oder Elektroschocker aufgebaut sein, das Prinzip der positiven Konditionierung, dass heißt Belohnung nach richtiger Ausführung des Befehles sollte das alleinige Erziehungsmodell sein, wobei die Art der Belohnung, ob Leckerchen oder Spielzeugkonditionierung, egal ist. Die Hauptsache für den kleinen Schüler ist, die Verknüpfung, dass die Erfüllung einer Aufgabe mit etwas Angenehmen gekoppelt ist. Schauen Sie sich dabei ruhig vorher auch mal eine Stunde in der Ausbildung der erwachsenen Hunde an.
In der Welpenstunde sollten sich Spiel und Unterricht abwechseln und die Unterrichtsphase zunächst nur kurz gehalten werden, aber Sie werden sehen, wie schnell die Kleinen lernen und wie gern sie diese Spiel spielen.
Bevor Sie sich für eine Hundeschule entscheiden, schauen Sie sich ruhig eine Unterrichtsstunde an, was üblicherweise kostenfrei ist. Sprechen Sie mit dem Hundetrainer/in, ob er mit der Rasse Erfahrungen hat, dies ist sicher keine Bedingung, aber es sollte die Bereitschaft da sein, sich über die Besonderheiten der Rasse zu informieren. Denn sie sind doch etwas anders als kleine Retriever, Dackel oder Westis, jede Rasse hat doch ihre Eigenheiten, die individuelle Ansprache erfordern.
Aber beachten Sie trotz allem, dass ein Beardie ein richtiger Hund ist, er braucht Erziehung, die seinem individuellen Charakter angepasst ist. Aber eines ist wichtig, klare Befehle zum eindeutigen Verständnis und die positive Konditionierung, dann werden Sie den tollen Hund haben, den Sie auf jeden Fall in einem Beardie finden können.
Wie nach Abschluss des Welpenkurses die Ausbildung Ihres Hundes fortgesetzt wird sollte sich daran orientieren, was Sie für sich und den Hund planen.
A) Hundeführerschein
B) Begleithundeprüfung
C) Hundesport (Agility, Turnierhundesport, Flyball,ect.)
D) Rettungshundeausbildung
E) Dogdancing
Spezielle Angebote für Beardies:
Bearded-Collie-Working-Test, Hütetest oder Hüteseminare